Besuch MVTC
Im Februar 2025 fand ein Besuch des Projektes MVTC in Tansania statt. Neben vielen persönlichen Gesprächen und Diskussionen war ein Vorhaben unseres Besuches, in Stichpunkten herauszufinden, was aus den ehemaligen Auszubildenden, die das MVTC mit einem Lehrbrief verlassen haben, geworden ist.
Besucht wurden Schreiner, Schlosser, Elektriker und Schneiderinnen.
Weihnachtsrundbrief 2025
Im November 2025 wurde sie fertiggestellt: die neue Versammlungshalle. Die einfache Aula, die Anfang der 2000er Jahre gebaut wurde, war in schlechtem Zustand und so wurde gemeinsam überlegt, sie zu renovieren und gleichzeitigt zu erweitern. An Wochenenden wird dieser Raum häufig für Hochzeitsfeiern vermietet und trägt somit wesentlich zum Einkommen der Schule bei.
Beim Umbau konnten die Schüler aus den Elektriker- und Installateur-Klassen tatkräftig unterstützen und wichtige praktische Erfahrungen sammeln.
In einer Zusammenarbeit zwischen Schlosserei, Tischlerei und Schneiderwerkstatt wurden außerdem alle Tische und Stühle unter fachkundiger Anleitung selbst in der Schule hergestellt.
2025 Reise zum MVTC
Anfang 2025 stand eine Reise nach Tansania an, um an der Schule nach dem Rechten zu schauen und die Verwendung der Spendengelder und die Entwicklung der Schule zu kontrollieren.
Besonderer Wert wurde auch bei dieser Reise darauf gelegt, den Kontakt zu den Schülern, Lehrern und dem School Board weiter zu intensivieren. Da bei regelmäßigen Treffen dieser Gruppe immer wieder die Frage der Nachhaltigkeit des Projektes diskutiert wird, kam der Wunsch auf, Kontakt zu den ehemaligen Schülern aufzunehmen und zu schauen, ob sich deren Leben nach der Schulzeit positiv entwickelt hat.
Mit Unterstützung der Schule und des School Boards wurde Kontakt zu verschiedenen ehemaligen Schülern und Schülerinnen aufgenommen und so war es uns möglich, einige von ihnen an ihrer Arbeitsstätte zu treffen. Sie zeigten uns ihre Arbeitswelt, erzählten von ihrem Leben, ihrer Familie und hinterließen einen tiefen und sehr positiven Eindruck.
Andreas Weischer ist schon eine Woche vor der restlichen Gruppe nach Tansania gereist, um gemeinsam mit Lehrern und Schülern ein Trainingsboard für den Unterricht zur Elektromobilität zu bauen.
Trainingsboard für Elektromobilität
Die im letzten Jahr angeschafften Elektrofahrzeuge haben sich sehr schnell bewährt und stoßen sowohl an der Schule, als auch bei Außenstehenden auf großes Interesse. Schon im vergangenen Jahr ist die Idee entstanden, die Schüler der Kfz-Klasse auch im Bereich der zukunftsträchtigen Elektromobilität zu unterrichten. Die Schüler sollen lernen, wie man Elektrofahrzeuge repariert und wie man Benzinmotor-getriebene Dreiräder und Motorräder auf Elektrofahrzeuge umrüstet. Wir von deutscher Seite unterstützen diese Weiterentwicklung in der Kfz-Ausbildung sowohl durch den Kauf der notwendigen Ersatzteile und Batterien, als auch bei der Planung für die Umsetzung. Im Rahmen unseres Aufenthalts an der Schule wurde in Kooperation mit einigen Lehrern der Schule ein Trainingsboard gebaut. Dafür wurde ein Elektromotorrad komplett auseinandergenommen und so auf dem Trainingsboard platziert, dass man die Einzelteile gut erkennen kann. So lässt sich leicht erkennen, welche Spanungs- und Leistungsbereiche existieren und man sieht, wie und wo die Steckverbindungen zusammengefügt werden müssen, damit der Motor läuft.
Bajajis/Tuktuks
Der über 25 Jahre alte Pickup der Schule ist in der Bilanz der Schule ein Faktor, der nicht unerheblich zu Buche schlägt (Reparaturen, Benzinkosten, etc.) Aus dem Grund wirkt sich der Kauf eines Personen-Dreirades (Bajaji) als auch eines Lastendreirades, die beide elektrisch betrieben werden, nicht nur finanziell positiv für das MVTC aus, sondern soll Vorbildcharakter haben, was die Umweltbilanz anbetrifft. Der Pickup dient nur noch größeren Einsätzen und Sonderfahrten.
Lehrerfortbildung
Im Rahmen eines ERASMUS+-Projektes, dessen Ziel die weltweite Bildung und Weiterbildung ist, hat die Kreishandwerkerschaft Moshi unsere Schule angefragt, ob sich das MVTC nicht für ein solches Projekt bewerben wolle. Es geht dabei um die Weiterbildung der Lehrer im Rahmen einer IT-Schulung, inwieweit moderne Medien als Hilfsmaßnahmen im Unterricht eingesetzt werden können. Aus der Fülle der Berufsschulen aus Nord-Tansania hat das MVTC einen der begehrten drei Plätze bekommen. Die Leitung dieses Projektes liegt in finnischer und estnischer Hand. Nachdem die fünf Lehrer des MVTC in Tansania von den Projektleitern eingewiesen wurden und entsprechende Unterrichtsstunden zeigen mussten, haben sie im September an einem 14-tägigen Kurs in Finnland und Estland teilgenommen, der mit intensiver Schulung und Bewertung vor Ort verbunden war. Josef Lülf hat in langen Gesprächen mit den Verantwortlichen die Teilnehmenden auf die Besonderheiten eines Europa-Besuches hingewiesen und vorbereitet. Mit vielen Erfahrungen reicher sind sie zurückgekehrt und versuchen nun ihr Wissen für die jungen Lernenden umzusetzen. Ein weiterer Schritt in die Zukunft. Die Gesamtfinanzierung hat die Europäische Union übernommen.
Freiwilligendienst
Für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 28 Jahren besteht die Möglichkeit, einen staatlich geförderten Freiwilligendienst in der Schule zu absolvieren. Die Arbeit mit den Jugendlichen in der Schule bietet viele Möglichkeiten, eigene Fähigkeiten, Interessen und Ideen umzusetzen. Die Unterbringung erfolgt auf dem Schulgelände und der Dienst dauert in der Regel zwölf Monate. Die Koordination übernimmt das "Eine Welt Netz NRW" in Münster für "Weltwärts", den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.